Enzyklopädist des XVI Jahrhunderts

Enzyklopädist des XVI Jahrhunderts

Svyatoslav Gorbunow
"Trinity Option" №2 (221), 31. Januar 2017

Die vergangenen und aktuellen Jahre sind reich an Jahrtausenden. Dennoch war das intellektuelle Leben in Europa zu Beginn und in der Mitte des 16. Jahrhunderts in vollem Gange: Eine Gemeinschaft von Humanisten formierte sich, ein Interesse am Verstehen der Welt um uns herum erwachte aktiv, das Buch und das gedruckte Wort zerstörten systematisch jahrhundertealte Stereotypen und Dogmen. Natürlich, bevor die wissenschaftliche Methode als solche weit entfernt war, aber Versuche, die ganze Welt mit dem Verstand zu umarmen, hörten nicht auf.

Konrad Gesner

1516 In Zürich, heute eine respektable Millionärsstadt (und dann das wichtigste Zentrum der Reformation), wird ein Mann geboren, der zu einem der bedeutendsten Intellektuellen seiner Zeit werden soll – Konrad Gesner (Conrad Gesner, 1516-1565). Nachdem Konrad im Alter von 15 Jahren seinen Vater verloren hat, fällt er in die Obhut seines Onkels und beginnt schon zu dieser Zeit, sich für Botanik und Literatur zu interessieren, was die eigentliche Grundlage der Bewegung der Intellektuellen während der gesamten Ära war. Dieses Interesse führt den jungen Mann konsequent dazu, an vielen berühmten Universitäten zu studieren. Straßburg, Bourges, Montpellier, Paris, Basel, Zürich – bekannte Bildungseinrichtungen öffnen ihre Türen vor Conrad.Eine derart breite Berichterstattung, zu der die besten Bildungseinrichtungen jener Zeit gehörten, konnte nur das Schicksal und die Interessensphäre des jungen Mannes beeinflussen.

Illustration zur "Geschichte der Tiere" Gesner. Holzschnitt, handbemalt (1600)

Gesner ist uns heute als Naturforscher oder besser gesagt als Naturwissenschaftler auf verschiedenen Gebieten bekannt – von der Botanik über die Mineralogie bis zur Medizin. Für das sechzehnte Jahrhundert waren solche Hobbys nicht ungewöhnlich. Jeder versuchte, Enzyklopädist zu werden. Aber es war Konrad Gesner, der diese Enzyklopädie groß nennen konnte.

Für moderne Botaniker wird Gesner für immer der Vorreiter der Systematik und Systematik der Pflanzen bleiben Ensiridion historiae plantarum – Eines der ersten Bücher, in denen die zukünftige Richtung der Entwicklung dieses Bereichs der Biologie geplant ist.

Die prächtigen Zeichnungen, die die Werke von Gesner zieren, wecken immer noch echtes Interesse an jedem, der seine Bücher im Internet gehalten oder gescrollt hat. Im Borges-Buch "Book of fictional creatures" wird Gesner als Beispiel für einen Wissenschaftler aus dem 16. Jahrhundert erwähnt, der immer noch an Drachen glaubt …

In Anbetracht der Arbeit von Gesner, hören Sie nicht auf, das zu überraschenwie in einer Person verflochtene Fäden zu Anhängern auf verschiedenen Wissensgebieten führten – von Carl Linnaeus in Botanik und Zoologie bis zu Johann Christoph Adelung in Linguistik. Und was am bemerkenswertesten ist, diese Fäden ziehen sich durch Jahrhunderte – vom 16. bis zum 18. Jahrhundert – von der Reformation zur Aufklärung.

Was die Geisteswissenschaften betrifft, so ist der Name Gesner vor allem wegen seiner "Universalbibliothek" bekannt – Bibliotheca universalis in vier Bänden, veröffentlicht in 1545-1549. In dieser Arbeit versuchte Konrad Gesner, einen konsolidierten Katalog aller damals gedruckten Bücher in Latein, Griechisch und Hebräisch zusammenzustellen. So erhielt die Gesellschaft durch die Bemühungen von Gesner die erste umfassende bibliographische Liste. Selbst für diejenigen, die sich nie besonders für Wissenschaft interessiert haben, ist der Name von Gesner als Name eines der "Begründer" des Bergtourismus und Bergsteigens bekannt, denn eine der ersten Beschreibungen der Bergroute findet sich in seiner Geschichte über die Besteigung des Pilatus im Jahr 1545 Der Schweizer Gesner war den Bergen gegenüber sehr gleichgültig. So kann sich Gesner mit Dr. Michel Packard, der 1786 den Mont Blanc eroberte, für den Titel Bergvater bewerben.

Stachelschwein aus dem ersten Band Historiae animalium (1551)

Ich muss zugeben, dass die schwierigste Sache in einem Zeitungsartikel über einen bemerkenswerten Mann der Vergangenheit ist, die Größe zu halten. Du willst immer mehr erzählen, aber die Lautstärke der Band ist nicht unbegrenzt, also musst du dich immer zurückhalten. Allerdings sehe ich meine Mission (wenn man das natürlich so ein gestelztes Wort nennen kann), um den Leser mit einer Person bekannt zu machen: ihn über die Jahrhunderte zu einem Händedruck zu führen – um den Schlüssel zur weiteren Bekanntschaft zu geben.

Bilder aus Wikipedia


Like this post? Please share to your friends:
Schreibe einen Kommentar

;-) :| :x :twisted: :smile: :shock: :sad: :roll: :razz: :oops: :o :mrgreen: :lol: :idea: :grin: :evil: :cry: :cool: :arrow: :???: :?: :!: