Deep Impact: Die Zeit ist nahe "H" • Science News zu den "Elements" • Weltraumforschung

Deep Impact: Die Zeit ist nahe „H“

Deep Impact nähert sich dem Kometen Tempel 1 (Bild von www.nasa.gov)

Der Flug der Raumsonde Deep Impact mit einer Länge von 431 Millionen Kilometern wird am 173. Tag – 4. Juli 2005 – ihren Höhepunkt erreichen, wenn eine gepanzerte Sonde in den Eiskern des Kometen Tempel 1 feuert.

Noch dreieinhalb Wochen vor dem historischen Konflikt. Die technische Komplexität dieser Mission ist vergleichbar mit den ersten Flügen von Forschungsexpeditionen zum Mond. Schließlich müssen NASA-Forscher nicht nur eine Raumsonde in die Nähe eines fliegenden Kometen bringen, sondern auch aus einiger Entfernung durch eine Kapsel schießen.

Während der Besprechungsplan wie folgt ist. Am Morgen des 3. Juli wird Deep Impact direkt auf den Kometen treffen und unter dem Fernseher einen Freistrahl-Aufprallsensor in der Größe einer Box auslösen. In den nächsten 22 Stunden wird das Missionskontrollzentrum im Jet Propulsion Laboratory der NASA die Flugbahnen beider Geräte korrigieren, um die Aufprallsonde auf die Kollisionskurve mit dem Kometenkern zu bringen, und Deep Impact wird knapp 500 km vom Kern entfernt unterhalb des Kometen platziert.

Ungefähr zwei Stunden vor der Kollision wird die Schocksonde in einen vollständig autonomen Flugmodus wechseln und sich auf ihre letzte Reise begeben, wobei sie unabhängig voneinander Kurskorrekturen vornimmt, um das Ziel nicht zu verpassen.Es wird erwartet, dass die Sonde insgesamt die Verstellmotoren nicht mehr als dreimal einschalten kann. Wenn die Schiffselektronik nicht scheitert, wird die Panzerkapsel in zwei Stunden mit einer Geschwindigkeit von 40.000 km pro Stunde den Kern des Kometen treffen (siehe Animation zur NASA).

Die Folgen einer solchen Kollision sind noch nicht klar. Amerikanische Astronomen neigen, wie PhysOrg schreibt, zu der Annahme, dass sich auf der Oberfläche des Kometen ein Krater bildet, in den ein großes Haus passt, und vielleicht ein normales Fußballstadion: Alles hängt davon ab, wie der Kern des Kometen beschaffen ist. Einige Forscher befürchten, dass der Kern, wie wir bereits geschrieben haben, dem Aufprall überhaupt nicht standhalten kann und wie eine verfaulte Nuss knackt.

Demnach wird das Mutterschiff etwa 13 Minuten Zeit haben, um die Kollision und ihre Folgen zu fotografieren und eine spektrale Analyse von Trümmern durchzuführen, die durch eine grandiose Explosion in den Weltraum geschleudert werden.

Wenn alles gut läuft, wird am 4. Juli die astronomische Wissenschaft (zumindest der Teil, der sich mit der Kometenforschung beschäftigt) einen großen Schritt nach vorn machen, da eine ganze Spekulation und theoretische Spekulationen über die Zusammensetzung der Kometensubstanz durch objektive Informationen ersetzt werden. aus erster Hand.

Siehe auch:
Europa bereitet sich auch auf "Operation Deep Impact" vor – "Elements", 30.05.05


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