Das Hören ist verantwortlich für die Integration von Hören und Berühren • Science News zu "Elementen" • Biologie, Psychologie

Das Hören ist verantwortlich für die Integration von Hören und Berühren.

Auditorischer Kortex in Aktion (Bild, das mit einem FMR-Scan erstellt wurde). Farbige Punkte markieren Bereiche, deren Aktivierungsgrad bei Anwendung einer bestimmten Art von Pulsen dramatisch ansteigt: a) während der taktilen Stimulation des Arms, b) während der akustischen Stimulation, c) bei gleichzeitiger taktiler und akustischer Stimulation. Das Auftreten einer größeren Anzahl aktiver Bereiche im dritten Fall als im zweiten Fall zeigt an, dass die taktile Stimulation die Verarbeitung des Audiosignals beeinflusst (d. H. Hier findet eine multisensorische Integration statt). Bild von www.mpg.de

Deutsche Forscher haben herausgefunden, dass die Synthese von Information, die durch die Organe des Hörens und Berührens erhalten wird, bereits im auditorischen Teil der Großhirnrinde stattfindet, dh in einem viel früheren Stadium als bisher angenommen.

Die Fähigkeit des Gehirns, Informationen, die von verschiedenen Sinnesorganen kommen, sofort auszuwerten und auf der Grundlage der gewonnenen Daten ein vollständiges Bild der umgebenden Welt zu synthetisieren, wird als multisensorische Integration bezeichnet. Ohne sie wären viele unserer Handlungen einfach unmöglich. Es ist merkwürdig, dass Sie durch die Manipulation dieser Fähigkeit verschiedene Illusionen der Wahrnehmung erzeugen können.Wenn wir also die Stimme aus den Lautsprechern hören und sehen, wie der Darsteller den Mund zur richtigen Zeit öffnet, "bewegen" wir unabsichtlich die Schallquelle vom Lautsprechersystem zum Mund des Performers, selbst wenn die Stimme wirklich nicht zu ihm gehört.

Trotz der Tatsache, dass Neurophysiologen im Prinzip eine gute Vorstellung vom Mechanismus der multisensorischen Integration hatten, war bis vor kurzem nicht klar, in welchem ​​Bereich des Gehirns diese Integration stattfindet. Traditionell wurde angenommen, dass es nicht in sensorischen Bereichen vorkommen kann, in denen Informationen von den Sinnen kommen. Als wahrscheinlicherer Ort dieser Fähigkeit bezeichneten sie einen "fortgeschritteneren" Bereich des Gehirns, den "assoziativen Kortex". Mit anderen Worten, Wissenschaftler dachten, dass Informationen von verschiedenen Sinnesorganen zunächst in den entsprechenden Sinneszonen unabhängig verarbeitet und erst dann zur Integration auf eine höhere Ebene – in die "assoziative" Region des Gehirns – übertragen werden.

Allerdings neue Daten von deutschen Forschern vom Institut für biologische Kybernetik erhalten. Max Planck, zeigen, dass diese Ansicht nicht ganz richtig ist. Tatsächlich beginnt die multisensorische Integration auf tieferen, sensorischen Ebenen.Mitarbeiter des Max-Planck-Instituts kamen zu diesem Schluss, indem sie die Aktivität der Zellen des auditorischen Cortex von Primaten mittels funktioneller Magnetresonanztomographie messen. Da das anatomische Gerät der primären und sekundären Zonen des Hörkortex bekannt ist, konnten die Wissenschaftler ihre Messungen mit hoher Genauigkeit durchführen. Die Genauigkeit war besonders wichtig, da die zu untersuchenden Bereiche einen Durchmesser von 2-3 mm nicht überschritten.

Die Ergebnisse der FMR-Untersuchung zeigen, dass die Aktivität des Hörzentrums, verursacht durch ein Tonsignal, zunimmt, wenn taktile Stimulation der Hand zum Klangeffekt hinzugefügt wird. Darüber hinaus haben Wissenschaftler innerhalb des auditorischen Kortex Bereiche gefunden, die viel stärker auf Impulse reagieren, die von verschiedenen Sinnen kommen, als auf einzelne Reize, was eines der Hauptmerkmale multimodaler Integration ist. Es wurde auch festgestellt, dass diese Integration in der sekundären Zone des auditorischen Kortex auftritt, so eine Pressemitteilung des Instituts.

Laut Wissenschaftlern ist eine solche frühe Kombination von sensorischen Informationen notwendig, um das Auftreten falscher Bilder der umgebenden Realität im Gehirn zu vermeiden.Solche Bilder, die auf Daten von einem der Sinne basieren, werden möglicherweise nicht durch andere Sinne bestätigt und werden daher vom Gehirn in einem frühen Stadium zurückgewiesen. Es stimmt, diese Annahme muss noch bewiesen werden.


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